Montag, 21. September 2009
Einstieg
Hallo Zusammen,

am Freitag hatte ich nun meinen ersten richtigen Arbeitstag. Das ganze lief so ab, dass ich am Freitag morgen endlich meinen Supervisor, der übrigens auch Simon heißt, ans Telefon bekam. Dann ging es ganz schnell. 15 Minuten später saß ich mit ihm und einer Kollegin in einem Besprechungszimmer und wir gingen meine neue Beschäftigung durch.

In Silver Springs / Maryland gibt es ein neues Residential, das gerade erst bezogen wurde. Blöderweise hatten sie kein Personal dafür. Wahrscheinlich ist ihnen da eingefallen, dass sie ja noch diesen ILEX-Stipendiaten haben - und nun mache ich das - ganz alleine. Da war ich erst mal ziemlich baff und auch etwas erschrocken. Nicht, weil ich mir das nicht zutraue, sondern weil ich in den zahlreichen Einführungsveranstaltungen ziemlich viel über den Papierkarm gehört habe. Der ist wirklich unglaublich. Jeden Tag muss der Leiter jedes Residentials vier Formulare ausfüllen. Teilweise schreibt man da eine ganze Seite. Macht man irgendetwas falsch, kriegt man ziemlich Ärger.

Simon brachte mich dann um 18 Uhr in das Residential und stellte mich Chris, einem meiner zwei zu betreuenden Individuals, vor. Dann machten wir uns an die Einführung in die Aktenordner. Simons Anweisung an mich war dann auch, mich heute erst mal hauptsächlich dem Aktenstudium zu widmen. Der Klient kann ja warten... Allerdings muss ich für jede Stunde protokollieren, bei was ich dem Klienten geholfen habe.

Chris ist 24 Jahre und sehr fit. Weiß man nicht, dass er eine geistige Behinderung hat, merkt man es wohl kaum. Er kann alleine kochen und das Haus verlassen. Ich als Betreuer bin nur 6 Stunden am Tag da (von 18 bis 23 Uhr). Wir hatten daher auch einige tolle Gespräche. Ich habe schließlich nicht nur Akten gelesen ...

Eines der wichtigsten Dokumente für die tägliche Arbeit hier ist der Behavior Plan. Dieser enthält eine komplette Beschreibung der Geschichte des Klienten und seines Verhaltens. Jedes Verhalten, was in dem Plan beschrieben wird, ist in Ordnung. Jedes neue oder nicht regelmäßig auftretende Verhalten muss gemeldet werden.

Des Weiteren hat jeder Klient Goals. Das sind Ziele, wo sich der Klient hinentwickeln soll. Diese zielen oftmals auch auf bestimmmtes erwünschtes Verhalten ab, welches die Klienten adaptieren sollen.

Tschau
Simon



Die Deutschland Abteilung in einem amerikanischen Buchladen.

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WoW
Hey das ist ja schon echt viel! Lustig ist es, dass Deutschland hauptsächlich aus 2 Städten besteht.... Berlin logischz die Hauptstadt... unsere Metropole... na und München: "Oa zopft is" :)))))

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Oa zopft is
In den Komplettreiseführern wird jedes Bundesland beschrieben. Teilweise sind die englischen Namen für diese echt komisch, z.B. Mecklenburg-Western Pomerania.

Auf einer Deutschlandkarte war sogar "mein" Dreieich verzeichnet.

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