Sonntag, 20. Dezember 2009
Grüße aus dem Blizzard
barrakuda, 13:33h
Hallo Zusammen,
hier in Washington haben wir dieses Jahr wahrlich eine weiße Weihnacht. Seit Freitag tobt hier ein Blizzard (starker Schneesturm). Wir haben die höchsten Schneefälle seit 1932! Ganz Washington steht still. Im National Children’s Center sitzen manche Mitarbeiter seit zwei Tagen in ihren Wohngruppen fest. Ich habe heute Morgen vergeblich versucht zur Arbeit zu kommen. An Autofahren ist nicht zu denken, die öffentlichen Verkehrsmittel haben den Betrieb eingestellt. Der Bürgermeister hat den so genannten „Schneenotstand“ ausgerufen und alle aufgerufen zu Hause zu bleiben.
Nun möchte ich die gewonnene Zeit nutzen, um euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch zu wünschen. Meine MitbewohnerInnen und ich sind an Heiligabend bei einer Freundin zum Essen eingeladen. Am 1. Weihnachtsfeiertag werden wir hier zu Hause gemeinsam kochen. Seit Mittwoch haben wir auch einen Weihnachtsbaum im Haus.
An Sylvester fahren wir nach New York. Dort treffen wir die anderen ILEX-Fellows und werden zusammen ins neue Jahr feiern.
Hier ein paar Fotos:
Es „regnet“ Schnee:

Die Polizei steckt fest:

Unser Haus ganz in weiß:

Schneeengel:

Die US-Flagge im Schneesturm vor dem Eingang des National Children’s Center:

Und zum Schluss noch ein Blick auf unseren Weinachtsbaum:

Liebe Grüße,
Simon
hier in Washington haben wir dieses Jahr wahrlich eine weiße Weihnacht. Seit Freitag tobt hier ein Blizzard (starker Schneesturm). Wir haben die höchsten Schneefälle seit 1932! Ganz Washington steht still. Im National Children’s Center sitzen manche Mitarbeiter seit zwei Tagen in ihren Wohngruppen fest. Ich habe heute Morgen vergeblich versucht zur Arbeit zu kommen. An Autofahren ist nicht zu denken, die öffentlichen Verkehrsmittel haben den Betrieb eingestellt. Der Bürgermeister hat den so genannten „Schneenotstand“ ausgerufen und alle aufgerufen zu Hause zu bleiben.
Nun möchte ich die gewonnene Zeit nutzen, um euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch zu wünschen. Meine MitbewohnerInnen und ich sind an Heiligabend bei einer Freundin zum Essen eingeladen. Am 1. Weihnachtsfeiertag werden wir hier zu Hause gemeinsam kochen. Seit Mittwoch haben wir auch einen Weihnachtsbaum im Haus.
An Sylvester fahren wir nach New York. Dort treffen wir die anderen ILEX-Fellows und werden zusammen ins neue Jahr feiern.
Hier ein paar Fotos:
Es „regnet“ Schnee:

Die Polizei steckt fest:

Unser Haus ganz in weiß:

Schneeengel:

Die US-Flagge im Schneesturm vor dem Eingang des National Children’s Center:

Und zum Schluss noch ein Blick auf unseren Weinachtsbaum:

Liebe Grüße,
Simon
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Samstag, 5. Dezember 2009
Der November
barrakuda, 19:05h
Hallo!
Im letzten Monat verlief alles durchaus positiv. Ich habe das Gefühl, gut in meiner Wohngruppe angekommen zu sein. Beide Klienten wirken mittlerweile mir gegenüber deutlich entspannter. Ich führe das darauf zurück, dass ich ihnen möglichst viele Freiheiten zugestehe, die sie von den anderen Betreuern eher weniger erhalten.
Im November hatten wir eine sehr interessante Fortbildung. Dort wurden einige Dinge, welche im National Children's Center praktiziert werden, kritisch hinterfragt. So wurden die Teilnehmer u.a. dazu ermuntert, über die reinen medizinischen Diagnosen hinaus zu denken, um den Klienten neue Möglichkeiten zu eröffnen. Diese guten Ideen im Alltag umzusetzen, benötigt allerdings etwas Geduld. Inzwischen ist es mir gelungen, alle zwei Wochen Geld für Aktivitäten zu bekommen.
Am 11. November war Veterans Day. Jerry und ich sind zu einem Ableger des "Air und Space Museums" nach Virginia gefahren. Dort gibt es auch größere Flugzeuge zu sehen. Außerdem das Spaceshuttle Enterprise:

Am 26. November war hier in den USA Thanksgiving. Wir haben den Tag bei anderen Leuten aus dem Austauschprogramm in Massachusetts verbracht. War echt schön. Und ich konnte mal wieder mit deutschen Leuten reden. Das hab ich ja nicht mehr so häufig ...
Hier ein Foto von unserem holländischen Dinner:

Am 27. sind wir nach Boston gefahren. Wir hatten Karten für ein Basketballspiel gekauft. Es war ganz schön. Allerdings konsumieren die Amies dies wie einen normalen Kinofilm. Sie sitzen da und essen Popkorn.

Unsere Heimfahrt am Samstag war der reinste Albtraum. Wir sind in sage und schreibe fünf (!) Staus geraten. Der längste davon war drei Stunden lang. Unglaublich! Das habe ich noch nie erlebt. Irgendwann wirst du total kirre, weil du einfach nichts machen kannst.
Mitte November sind außerdem neue Stipendiaten aus Jamaika (Donald + Neisha) und Belgien (Steve) eingetroffen. Alle drei sind sehr nett. Neisha wohnt nun in unserem alten Wohnzimmer. Dieses haben wir in den Keller verlegt. Donald und Steve sind im Moment noch in ihrer Übergangsunterkunft im Crisis Center des National Children's Center. Sie sollen Mitte Dezember eine eigene Wohnung bekommen.
Steve wurde vom NCC beauftragt, gezielt unser Feedback und unsere Ideen festzuhalten, um diese in einem späteren Schritt in die Arbeit des NCC zu integrieren.
Seit heute Morgen (5. November) schneit es den ganzen Tag.

Liebe Grüße
Simon
PS: Hier noch ein paar neue YouTube Videos, welche ich fertig gestellt habe:
Georgetown:
Arlington National Cemetary:
Theodore Roosevelt Island:
Im letzten Monat verlief alles durchaus positiv. Ich habe das Gefühl, gut in meiner Wohngruppe angekommen zu sein. Beide Klienten wirken mittlerweile mir gegenüber deutlich entspannter. Ich führe das darauf zurück, dass ich ihnen möglichst viele Freiheiten zugestehe, die sie von den anderen Betreuern eher weniger erhalten.
Im November hatten wir eine sehr interessante Fortbildung. Dort wurden einige Dinge, welche im National Children's Center praktiziert werden, kritisch hinterfragt. So wurden die Teilnehmer u.a. dazu ermuntert, über die reinen medizinischen Diagnosen hinaus zu denken, um den Klienten neue Möglichkeiten zu eröffnen. Diese guten Ideen im Alltag umzusetzen, benötigt allerdings etwas Geduld. Inzwischen ist es mir gelungen, alle zwei Wochen Geld für Aktivitäten zu bekommen.
Am 11. November war Veterans Day. Jerry und ich sind zu einem Ableger des "Air und Space Museums" nach Virginia gefahren. Dort gibt es auch größere Flugzeuge zu sehen. Außerdem das Spaceshuttle Enterprise:

Am 26. November war hier in den USA Thanksgiving. Wir haben den Tag bei anderen Leuten aus dem Austauschprogramm in Massachusetts verbracht. War echt schön. Und ich konnte mal wieder mit deutschen Leuten reden. Das hab ich ja nicht mehr so häufig ...
Hier ein Foto von unserem holländischen Dinner:

Am 27. sind wir nach Boston gefahren. Wir hatten Karten für ein Basketballspiel gekauft. Es war ganz schön. Allerdings konsumieren die Amies dies wie einen normalen Kinofilm. Sie sitzen da und essen Popkorn.

Unsere Heimfahrt am Samstag war der reinste Albtraum. Wir sind in sage und schreibe fünf (!) Staus geraten. Der längste davon war drei Stunden lang. Unglaublich! Das habe ich noch nie erlebt. Irgendwann wirst du total kirre, weil du einfach nichts machen kannst.
Mitte November sind außerdem neue Stipendiaten aus Jamaika (Donald + Neisha) und Belgien (Steve) eingetroffen. Alle drei sind sehr nett. Neisha wohnt nun in unserem alten Wohnzimmer. Dieses haben wir in den Keller verlegt. Donald und Steve sind im Moment noch in ihrer Übergangsunterkunft im Crisis Center des National Children's Center. Sie sollen Mitte Dezember eine eigene Wohnung bekommen.
Steve wurde vom NCC beauftragt, gezielt unser Feedback und unsere Ideen festzuhalten, um diese in einem späteren Schritt in die Arbeit des NCC zu integrieren.
Seit heute Morgen (5. November) schneit es den ganzen Tag.

Liebe Grüße
Simon
PS: Hier noch ein paar neue YouTube Videos, welche ich fertig gestellt habe:
Georgetown:
Arlington National Cemetary:
Theodore Roosevelt Island:
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Donnerstag, 22. Oktober 2009
Gute Stimmung
barrakuda, 14:58h
Hallo Zusammen,
am Sonntag habe ich meine neue Arbeit in einer anderen Wohngruppe angetreten. Bei der anderen hatte ich mich nicht so wohl gefühlt und habe daher dankbar das Angebot angenommen, zu wechseln. Nun bin ich für zwei andere Männer (42 und 54) zuständig.
Beide brauchen deutlich mehr Betreuung als die Personen aus meiner ersten Wohngruppe. Sie sind auch deutlich unselbstständiger. D.h., dass ich nun ganz viel Hausarbeit machen muss. Kochen, putzen, Wäsche waschen. Da ich das ja auch bei uns im Haus machen muss, komme ich bestimmt als prima ausgebildeter Hausmann zurück. Fachlich lerne ich hier eher weniger.
Gestern habe ich hier eine Veranstaltung mit Joschka Fischer im 'Center for American Progress' besucht. Am Ausgang ist uns dann noch John McCain über den Weg gelaufen. Der kam einfach mit einem Auto an, ist ausgestiegen, hat kurz dem Joschka die Hand geschüttelt und ist dann ins Haus verschwunden. Ganz normal und ohne Security.

Danach haben ich mit zwei deutschen Auslandsstudenten das 'National Archive' besucht. Dort kann man die Originale der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, der Verfassung und der britischen Bill of Rights sehen.

Im Shop gab es ein praktisches Buch zu kaufen:

Heute kriegen wir Besuch von Jeff Johnson, dem CEO von ILEX. Er will sich über den Stand der Dinge informieren.
Viele Grüße
Simon
am Sonntag habe ich meine neue Arbeit in einer anderen Wohngruppe angetreten. Bei der anderen hatte ich mich nicht so wohl gefühlt und habe daher dankbar das Angebot angenommen, zu wechseln. Nun bin ich für zwei andere Männer (42 und 54) zuständig.
Beide brauchen deutlich mehr Betreuung als die Personen aus meiner ersten Wohngruppe. Sie sind auch deutlich unselbstständiger. D.h., dass ich nun ganz viel Hausarbeit machen muss. Kochen, putzen, Wäsche waschen. Da ich das ja auch bei uns im Haus machen muss, komme ich bestimmt als prima ausgebildeter Hausmann zurück. Fachlich lerne ich hier eher weniger.
Gestern habe ich hier eine Veranstaltung mit Joschka Fischer im 'Center for American Progress' besucht. Am Ausgang ist uns dann noch John McCain über den Weg gelaufen. Der kam einfach mit einem Auto an, ist ausgestiegen, hat kurz dem Joschka die Hand geschüttelt und ist dann ins Haus verschwunden. Ganz normal und ohne Security.

Danach haben ich mit zwei deutschen Auslandsstudenten das 'National Archive' besucht. Dort kann man die Originale der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, der Verfassung und der britischen Bill of Rights sehen.

Im Shop gab es ein praktisches Buch zu kaufen:

Heute kriegen wir Besuch von Jeff Johnson, dem CEO von ILEX. Er will sich über den Stand der Dinge informieren.
Viele Grüße
Simon
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Mittwoch, 14. Oktober 2009
Philly
barrakuda, 01:24h
Hi Deutschland!
Gestern war in den USA Columbus Day und damit Feiertag. Sabine, Jerry und ich hatten deshalb beschlossen, Washington Washington sein zu lassen und uns eine andere Stadt anzusehen. Unsere Wahl fiel dabei auf Philadelphia: Eine der ältesten Städte der USA, bis ins Jahr 1800 auch deren Hauptstadt und vor allem Unterzeichnungsort der Unabhängigkeitserklärung. Das schien uns genügend Stoff für drei Tage zu bieten.
Am Samstagmorgen ging es los. Für die Reise hatten wir uns für Bahntickets entschieden. Zwar nicht die kostengünstigste, aber eine schnelle, konfortable und auch ökologische Art zu reisen. An den hiesigen Bahnhöfen gibt es Gates, wie an Flughäfen und man wird auch zum Boarding gebeten. Zum Glück fanden aber keine Sicherheitskontrollen statt. Nur ein Hund schnüffelte mal kurz an jedem Passagier.
In Philadelphia entschlossen wir uns, wegen der wenigen Zeit, welche uns zur Verfügung stand, eine Stadtführung mit einem Doppeldeckerbus zu buchen. An 21 Stationen konnte man diesen verlassen und bei einem beliebigen anderen Bus wieder einsteigen. Ohne Aussteigen hatten wir so in 90 Minuten alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen. Für Sonntag pickten wir uns dann die Orte raus, an welchen wir den Bus verlassen wollten:
1. Penitentiary

Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Gefängnis, welches nun als Museum besichtigt werden kann. Auch wenn ein Schild darauf hinweist, dass hier mal restauriert wurde, ist davon eigentlich nichts zu sehen. Kaum 40 Jahre außer Dienst, wirkt das ganze wie eine jahrhunderte alte Ruine. Interessant war es trotzdem. Sogar Al Capone saß dort ein.
2. Museum of Art

Hierbei stand weniger die Kunst im Vordergrund, als die Rocky Statue, welche vor dem Museum steht. Das Museum an sich ist aber auch ein Hingucker und die Aussicht von oben ist fantastisch:

3. Liberty Bell
Die "Freiheitsglocke" ist ein nationales Symbol. Sie läutete nach der Erklärung der Unabhängigkeit. Auch den ersten Senat und den ersten Congress (aus der Zeit, als Philadelphia noch Hauptstadt war) kann man besuchen. Über alles wacht viel Security.

4. USS Wayne E. Mayer
Am Hafen von Philly gab es eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit. Die US Navy hatte dort am 10. Oktober ein neues Kriegsschiff in Dienst gestellt. Stolz, wie die Amerikaner auf ihre Armee sind, wurde dieses dann mehrere Tage lang öffentlich präsentiert. Dazu gehörten auch Besuchertouren. Die Sicherheitsvorkehrungen waren dabei relativ lasch. Überall um uns herum berichteten Soldaten stolz, welch tolle Zerstörungskraft das Schiff doch habe. Vor dem Besuch gab es immer ein Werbefilmchen der Army zu sehen. Dann sprach ein Veteran aus dem 2. Weltkrieg, welcher extra aus Kalifornien eingeflogen wurde.
Eine sehr interessante, aber für mich doch auch etwas makabere Erfahrung.

Außerdem haben wir noch ein Aquarium auf der anderen Seite des Delaware besucht. Dieses Ufer gehört dann schon zu New Jersey. Dazu haben wir die riesige Hängebrücke überquert, von der wir eine tolle Aussicht auf die Stadt hatten:

Insgesamt war es ein toller Tipp. Wir haben einen wahrhaften Sight Seeing Marathon hinter uns.
Wir haben auch ganz toll gegessen. Allerdings immer so spät, dass Mittag- und Abendessen eins wurden.
Viele liebe Grüße
Simon
Gestern war in den USA Columbus Day und damit Feiertag. Sabine, Jerry und ich hatten deshalb beschlossen, Washington Washington sein zu lassen und uns eine andere Stadt anzusehen. Unsere Wahl fiel dabei auf Philadelphia: Eine der ältesten Städte der USA, bis ins Jahr 1800 auch deren Hauptstadt und vor allem Unterzeichnungsort der Unabhängigkeitserklärung. Das schien uns genügend Stoff für drei Tage zu bieten.
Am Samstagmorgen ging es los. Für die Reise hatten wir uns für Bahntickets entschieden. Zwar nicht die kostengünstigste, aber eine schnelle, konfortable und auch ökologische Art zu reisen. An den hiesigen Bahnhöfen gibt es Gates, wie an Flughäfen und man wird auch zum Boarding gebeten. Zum Glück fanden aber keine Sicherheitskontrollen statt. Nur ein Hund schnüffelte mal kurz an jedem Passagier.
In Philadelphia entschlossen wir uns, wegen der wenigen Zeit, welche uns zur Verfügung stand, eine Stadtführung mit einem Doppeldeckerbus zu buchen. An 21 Stationen konnte man diesen verlassen und bei einem beliebigen anderen Bus wieder einsteigen. Ohne Aussteigen hatten wir so in 90 Minuten alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen. Für Sonntag pickten wir uns dann die Orte raus, an welchen wir den Bus verlassen wollten:
1. Penitentiary

Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Gefängnis, welches nun als Museum besichtigt werden kann. Auch wenn ein Schild darauf hinweist, dass hier mal restauriert wurde, ist davon eigentlich nichts zu sehen. Kaum 40 Jahre außer Dienst, wirkt das ganze wie eine jahrhunderte alte Ruine. Interessant war es trotzdem. Sogar Al Capone saß dort ein.
2. Museum of Art

Hierbei stand weniger die Kunst im Vordergrund, als die Rocky Statue, welche vor dem Museum steht. Das Museum an sich ist aber auch ein Hingucker und die Aussicht von oben ist fantastisch:

3. Liberty Bell
Die "Freiheitsglocke" ist ein nationales Symbol. Sie läutete nach der Erklärung der Unabhängigkeit. Auch den ersten Senat und den ersten Congress (aus der Zeit, als Philadelphia noch Hauptstadt war) kann man besuchen. Über alles wacht viel Security.

4. USS Wayne E. Mayer
Am Hafen von Philly gab es eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit. Die US Navy hatte dort am 10. Oktober ein neues Kriegsschiff in Dienst gestellt. Stolz, wie die Amerikaner auf ihre Armee sind, wurde dieses dann mehrere Tage lang öffentlich präsentiert. Dazu gehörten auch Besuchertouren. Die Sicherheitsvorkehrungen waren dabei relativ lasch. Überall um uns herum berichteten Soldaten stolz, welch tolle Zerstörungskraft das Schiff doch habe. Vor dem Besuch gab es immer ein Werbefilmchen der Army zu sehen. Dann sprach ein Veteran aus dem 2. Weltkrieg, welcher extra aus Kalifornien eingeflogen wurde.
Eine sehr interessante, aber für mich doch auch etwas makabere Erfahrung.

Außerdem haben wir noch ein Aquarium auf der anderen Seite des Delaware besucht. Dieses Ufer gehört dann schon zu New Jersey. Dazu haben wir die riesige Hängebrücke überquert, von der wir eine tolle Aussicht auf die Stadt hatten:

Insgesamt war es ein toller Tipp. Wir haben einen wahrhaften Sight Seeing Marathon hinter uns.
Wir haben auch ganz toll gegessen. Allerdings immer so spät, dass Mittag- und Abendessen eins wurden.
Viele liebe Grüße
Simon
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Mittwoch, 30. September 2009
Arbeit - Freizeit - Wahlen
barrakuda, 19:00h
Hallo!
Nun arbeite ich bereits seit fast zwei Wochen und bin dabei bereits durch einige Auf und Abs gegangen.
Bedauerlich finde ich, dass wir hier zwei Wochen lang für dutzende Theorieveranstaltungen verpflichtet wurden, auf unsere eigentliche Aufgabe aber kaum vorbereitet wurden. Meine Einführung in meine Tätigkeit in der Wohngruppe bestand in einer halbstündigen Einweisung, welche Formulare und Protokolle ich täglich auszufüllen habe. Dann wurde ich mit der Anweisung, den ersten Tag doch mit Aktenstudium zu verbringen, mit den zwei Klienten alleine gelassen. Auch auf Nachfragen an den folgenden Tagen, wie ich denn z.B. den Abend gestalten solle, konnte man mir nichts anderes mitteilen, als dass wir Abendessen machen sollen. Dieses ist natürlich strickt geregelt. Jeder Klient hat einen Diätplan. Jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit ist bis auf das Gramm genau festgelegt. Meine Aufgabe ist es, dass dieser Plan eingehalten wird. Jedoch weigert sich der 24-jährige Klient sowohl die Lebensmittel nach Plan einzukaufen, als auch zuzubereiten. Meiner Meinung nach durchaus verständlich.
Mein persönliches Ziel für die Klienten ist es, mit ihnen möglichst viele Aktivitäten auszuüben. Dieses ist jedoch äußerst schwierig. Jeder Klient bekommt ca. 30 bis 40 $ Taschengeld pro Woche. Davon muss er alle Freizeitaktivitäten und Einkäufe (ausgenommen den wöchentlichen Großeinkauf an Lebensmitteln) bezahlen. Da die Wohnung neu bezogen wurde, ist diese praktisch leer. Aber auch neue Einrichtungsgegenstände müssen von dem Geld bestritten werden. Das Geld wird den Klienten jeden Freitag ausgehändigt. Bereits am Samstag ist es von ihnen für Fast Food komplett verbraucht worden. D.h., dass für den Rest der Woche kein Geld mehr zur Verfügung steht. Dadurch sind die Mobilität und die Möglichkeiten für Aktivitäten sehr eingeschränkt.
Oftmals ist derjenige von beiden Klienten, um den ich mich eigentlich hauptsächlich kümmern soll, gar nicht da. Zwar schon 36 Jahre alt, hängt er noch sehr an seiner Familie und geht daher oft nach der Arbeit nicht nach Hause, sondern zu seinen Eltern. Mit dem 24-jährigen wurde es diese Woche deutlich besser, da wir auf Arbeitssuche gegangen sind, was ihn optimistisch stimmt, künftig wieder eine Beschäftigung zu haben.
An den Wochenenden gehen wir weiter auf Tour durch Washington und Umgebung. In letzter Zeit steht dabei eher die Umgebung an, da wir nach zwei Monaten in DC schon das meiste abgegrast haben und uns die In-Door-Aktivitäten für den Winter aufheben wollen, der ja nun auch nicht mehr in sooo weiter Ferne ist. Das haben wir am letzten Wochenende gemerkt. Für Samstag hatten wir einen Ausflug zum Great Falls National Park geplant. Wegen Regens fiel das ins Wasser und nun hoffentlich auf nächsten Samstag. Als Ersatz dient in solchen Fällen, vor allem auf Grund der Unnachgiebigkeit unserer Frau in der Runde, oftmals Shopping oder auch ein Besuch in einer der Sehenswürdigkeiten wie z. B. der katholischen Basilika zur Unbefleckten Empfängnis:
An der Bundestagswahl habe ich bereits vor drei Wochen per Briefwahl teilgenommen. Da unsere Landratswahl nun bereits in einer Stichwahl mündet, bin ich gespannt, ob ich dafür auch rechtzeitig meine Wahlunterlagen bekomme. Die Wahl an sich habe ich am Sonntag mit den hiesigen Auslandsgrünen in der Deutschen Botschaft verfolgt. Wirklich zum ausgelassen feiern ist das Bundestagswahlergebnis natürlich nicht. Allerdings hat Merkel die CDU in den vergangenen Jahren so weich gespült, dass ich mir von ihr keinen wirklichen Verschlechterungen verspreche. Verbesserungen aber auch nicht. Nur die Klimapolitik macht mir ernsthaft Sorgen. Und das Biblis und Krümmel etc. nun wahrscheinlich länger laufen werden.
Immerhin habe ich nun Obama. Aber wie uns Reinhard Bütikofer auf einem Grünen Treffen gestern erklärt hat, ist es alles andere als sicher, dass dieser sein Klimapaket durchs Parlament bekommt.
Viele liebe Grüße
Simon
Nun arbeite ich bereits seit fast zwei Wochen und bin dabei bereits durch einige Auf und Abs gegangen.
Bedauerlich finde ich, dass wir hier zwei Wochen lang für dutzende Theorieveranstaltungen verpflichtet wurden, auf unsere eigentliche Aufgabe aber kaum vorbereitet wurden. Meine Einführung in meine Tätigkeit in der Wohngruppe bestand in einer halbstündigen Einweisung, welche Formulare und Protokolle ich täglich auszufüllen habe. Dann wurde ich mit der Anweisung, den ersten Tag doch mit Aktenstudium zu verbringen, mit den zwei Klienten alleine gelassen. Auch auf Nachfragen an den folgenden Tagen, wie ich denn z.B. den Abend gestalten solle, konnte man mir nichts anderes mitteilen, als dass wir Abendessen machen sollen. Dieses ist natürlich strickt geregelt. Jeder Klient hat einen Diätplan. Jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit ist bis auf das Gramm genau festgelegt. Meine Aufgabe ist es, dass dieser Plan eingehalten wird. Jedoch weigert sich der 24-jährige Klient sowohl die Lebensmittel nach Plan einzukaufen, als auch zuzubereiten. Meiner Meinung nach durchaus verständlich.
Mein persönliches Ziel für die Klienten ist es, mit ihnen möglichst viele Aktivitäten auszuüben. Dieses ist jedoch äußerst schwierig. Jeder Klient bekommt ca. 30 bis 40 $ Taschengeld pro Woche. Davon muss er alle Freizeitaktivitäten und Einkäufe (ausgenommen den wöchentlichen Großeinkauf an Lebensmitteln) bezahlen. Da die Wohnung neu bezogen wurde, ist diese praktisch leer. Aber auch neue Einrichtungsgegenstände müssen von dem Geld bestritten werden. Das Geld wird den Klienten jeden Freitag ausgehändigt. Bereits am Samstag ist es von ihnen für Fast Food komplett verbraucht worden. D.h., dass für den Rest der Woche kein Geld mehr zur Verfügung steht. Dadurch sind die Mobilität und die Möglichkeiten für Aktivitäten sehr eingeschränkt.
Oftmals ist derjenige von beiden Klienten, um den ich mich eigentlich hauptsächlich kümmern soll, gar nicht da. Zwar schon 36 Jahre alt, hängt er noch sehr an seiner Familie und geht daher oft nach der Arbeit nicht nach Hause, sondern zu seinen Eltern. Mit dem 24-jährigen wurde es diese Woche deutlich besser, da wir auf Arbeitssuche gegangen sind, was ihn optimistisch stimmt, künftig wieder eine Beschäftigung zu haben.
An den Wochenenden gehen wir weiter auf Tour durch Washington und Umgebung. In letzter Zeit steht dabei eher die Umgebung an, da wir nach zwei Monaten in DC schon das meiste abgegrast haben und uns die In-Door-Aktivitäten für den Winter aufheben wollen, der ja nun auch nicht mehr in sooo weiter Ferne ist. Das haben wir am letzten Wochenende gemerkt. Für Samstag hatten wir einen Ausflug zum Great Falls National Park geplant. Wegen Regens fiel das ins Wasser und nun hoffentlich auf nächsten Samstag. Als Ersatz dient in solchen Fällen, vor allem auf Grund der Unnachgiebigkeit unserer Frau in der Runde, oftmals Shopping oder auch ein Besuch in einer der Sehenswürdigkeiten wie z. B. der katholischen Basilika zur Unbefleckten Empfängnis:
An der Bundestagswahl habe ich bereits vor drei Wochen per Briefwahl teilgenommen. Da unsere Landratswahl nun bereits in einer Stichwahl mündet, bin ich gespannt, ob ich dafür auch rechtzeitig meine Wahlunterlagen bekomme. Die Wahl an sich habe ich am Sonntag mit den hiesigen Auslandsgrünen in der Deutschen Botschaft verfolgt. Wirklich zum ausgelassen feiern ist das Bundestagswahlergebnis natürlich nicht. Allerdings hat Merkel die CDU in den vergangenen Jahren so weich gespült, dass ich mir von ihr keinen wirklichen Verschlechterungen verspreche. Verbesserungen aber auch nicht. Nur die Klimapolitik macht mir ernsthaft Sorgen. Und das Biblis und Krümmel etc. nun wahrscheinlich länger laufen werden.
Immerhin habe ich nun Obama. Aber wie uns Reinhard Bütikofer auf einem Grünen Treffen gestern erklärt hat, ist es alles andere als sicher, dass dieser sein Klimapaket durchs Parlament bekommt.
Viele liebe Grüße
Simon
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Montag, 21. September 2009
Einstieg
barrakuda, 13:59h
Hallo Zusammen,
am Freitag hatte ich nun meinen ersten richtigen Arbeitstag. Das ganze lief so ab, dass ich am Freitag morgen endlich meinen Supervisor, der übrigens auch Simon heißt, ans Telefon bekam. Dann ging es ganz schnell. 15 Minuten später saß ich mit ihm und einer Kollegin in einem Besprechungszimmer und wir gingen meine neue Beschäftigung durch.
In Silver Springs / Maryland gibt es ein neues Residential, das gerade erst bezogen wurde. Blöderweise hatten sie kein Personal dafür. Wahrscheinlich ist ihnen da eingefallen, dass sie ja noch diesen ILEX-Stipendiaten haben - und nun mache ich das - ganz alleine. Da war ich erst mal ziemlich baff und auch etwas erschrocken. Nicht, weil ich mir das nicht zutraue, sondern weil ich in den zahlreichen Einführungsveranstaltungen ziemlich viel über den Papierkarm gehört habe. Der ist wirklich unglaublich. Jeden Tag muss der Leiter jedes Residentials vier Formulare ausfüllen. Teilweise schreibt man da eine ganze Seite. Macht man irgendetwas falsch, kriegt man ziemlich Ärger.
Simon brachte mich dann um 18 Uhr in das Residential und stellte mich Chris, einem meiner zwei zu betreuenden Individuals, vor. Dann machten wir uns an die Einführung in die Aktenordner. Simons Anweisung an mich war dann auch, mich heute erst mal hauptsächlich dem Aktenstudium zu widmen. Der Klient kann ja warten... Allerdings muss ich für jede Stunde protokollieren, bei was ich dem Klienten geholfen habe.
Chris ist 24 Jahre und sehr fit. Weiß man nicht, dass er eine geistige Behinderung hat, merkt man es wohl kaum. Er kann alleine kochen und das Haus verlassen. Ich als Betreuer bin nur 6 Stunden am Tag da (von 18 bis 23 Uhr). Wir hatten daher auch einige tolle Gespräche. Ich habe schließlich nicht nur Akten gelesen ...
Eines der wichtigsten Dokumente für die tägliche Arbeit hier ist der Behavior Plan. Dieser enthält eine komplette Beschreibung der Geschichte des Klienten und seines Verhaltens. Jedes Verhalten, was in dem Plan beschrieben wird, ist in Ordnung. Jedes neue oder nicht regelmäßig auftretende Verhalten muss gemeldet werden.
Des Weiteren hat jeder Klient Goals. Das sind Ziele, wo sich der Klient hinentwickeln soll. Diese zielen oftmals auch auf bestimmmtes erwünschtes Verhalten ab, welches die Klienten adaptieren sollen.
Tschau
Simon

Die Deutschland Abteilung in einem amerikanischen Buchladen.
am Freitag hatte ich nun meinen ersten richtigen Arbeitstag. Das ganze lief so ab, dass ich am Freitag morgen endlich meinen Supervisor, der übrigens auch Simon heißt, ans Telefon bekam. Dann ging es ganz schnell. 15 Minuten später saß ich mit ihm und einer Kollegin in einem Besprechungszimmer und wir gingen meine neue Beschäftigung durch.
In Silver Springs / Maryland gibt es ein neues Residential, das gerade erst bezogen wurde. Blöderweise hatten sie kein Personal dafür. Wahrscheinlich ist ihnen da eingefallen, dass sie ja noch diesen ILEX-Stipendiaten haben - und nun mache ich das - ganz alleine. Da war ich erst mal ziemlich baff und auch etwas erschrocken. Nicht, weil ich mir das nicht zutraue, sondern weil ich in den zahlreichen Einführungsveranstaltungen ziemlich viel über den Papierkarm gehört habe. Der ist wirklich unglaublich. Jeden Tag muss der Leiter jedes Residentials vier Formulare ausfüllen. Teilweise schreibt man da eine ganze Seite. Macht man irgendetwas falsch, kriegt man ziemlich Ärger.
Simon brachte mich dann um 18 Uhr in das Residential und stellte mich Chris, einem meiner zwei zu betreuenden Individuals, vor. Dann machten wir uns an die Einführung in die Aktenordner. Simons Anweisung an mich war dann auch, mich heute erst mal hauptsächlich dem Aktenstudium zu widmen. Der Klient kann ja warten... Allerdings muss ich für jede Stunde protokollieren, bei was ich dem Klienten geholfen habe.
Chris ist 24 Jahre und sehr fit. Weiß man nicht, dass er eine geistige Behinderung hat, merkt man es wohl kaum. Er kann alleine kochen und das Haus verlassen. Ich als Betreuer bin nur 6 Stunden am Tag da (von 18 bis 23 Uhr). Wir hatten daher auch einige tolle Gespräche. Ich habe schließlich nicht nur Akten gelesen ...
Eines der wichtigsten Dokumente für die tägliche Arbeit hier ist der Behavior Plan. Dieser enthält eine komplette Beschreibung der Geschichte des Klienten und seines Verhaltens. Jedes Verhalten, was in dem Plan beschrieben wird, ist in Ordnung. Jedes neue oder nicht regelmäßig auftretende Verhalten muss gemeldet werden.
Des Weiteren hat jeder Klient Goals. Das sind Ziele, wo sich der Klient hinentwickeln soll. Diese zielen oftmals auch auf bestimmmtes erwünschtes Verhalten ab, welches die Klienten adaptieren sollen.
Tschau
Simon

Die Deutschland Abteilung in einem amerikanischen Buchladen.
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Donnerstag, 17. September 2009
Das Ende der Freiheit
barrakuda, 01:51h
Hallo!
Morgen ist es soweit. Auch bei mir steht (wahrscheinlich) der erste Arbeitstag an. Darauf freue ich mich. Inzwischen wurde es ja etwas merkwürdig, da alle anderen ja bereits seit zwei Wochen beschäftigt sind und ich immer bei NCC nachfragen musste, was denn nur mit mir ist.
Meine letzten zwei freien Tage hier habe ich genutzt, um den nahegelegenen Rock Creek Park zu erkunden. Dieser zieht sich quer durch Washington und ist praktisch eine andere Welt. Hügel, Flüsse, Wiesen, Tiere - alles sieht gar nicht nach Stadt aus. Allerdings muss man sich etwas in die Büsche schlagen, bis man wirklich keine Autos mehr hört. Denn die Straßn gehen "natürlich" auch quer durch den Park. Das Wetter war auch super. Der Sommer war zurück. Zumindest für zwei Tage. Der Herbsteinbruch kam hier nämlich etwas plötzlich. Die Temperaturen gingen rapide nach unten, was uns erst mal irritierte, da wir Washington ja nur mit 30° und mehr kennengelernt hatten.
Morgen ist es soweit. Auch bei mir steht (wahrscheinlich) der erste Arbeitstag an. Darauf freue ich mich. Inzwischen wurde es ja etwas merkwürdig, da alle anderen ja bereits seit zwei Wochen beschäftigt sind und ich immer bei NCC nachfragen musste, was denn nur mit mir ist.
Meine letzten zwei freien Tage hier habe ich genutzt, um den nahegelegenen Rock Creek Park zu erkunden. Dieser zieht sich quer durch Washington und ist praktisch eine andere Welt. Hügel, Flüsse, Wiesen, Tiere - alles sieht gar nicht nach Stadt aus. Allerdings muss man sich etwas in die Büsche schlagen, bis man wirklich keine Autos mehr hört. Denn die Straßn gehen "natürlich" auch quer durch den Park. Das Wetter war auch super. Der Sommer war zurück. Zumindest für zwei Tage. Der Herbsteinbruch kam hier nämlich etwas plötzlich. Die Temperaturen gingen rapide nach unten, was uns erst mal irritierte, da wir Washington ja nur mit 30° und mehr kennengelernt hatten.
Heute Abend haben wir festgestellt, dass es praktisch unmöglich ist, irgendwo hinzufahren, ohne eine Zieladresse für das Navi zu haben. Wir wollten in die Innenstadt von Arlington. Dort sind wir auch hingekommen. Aber bei unserer Suche nach einen schönen Ecke sind wir immer wieder auf irgendwelche blöden Highways geraten, welche uns schließlich völlig aus Arlington raus brachten. Dann landeten wir wieder in DC, wollten dort zum Hafen, aber die Highways brachten uns wieder nach Arlington. Schließlich sind wir wieder heimgefahren.
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Sonntag, 13. September 2009
6231 North Dakota Avenue NW
barrakuda, 14:32h
Unser neues Haus in Washington:
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Samstag, 12. September 2009
American Football
barrakuda, 00:32h
Heute Abend haben wir ein American Football Spiel der nahegelegenen Highschool besucht, deren Schwimmbad wir freundlicherweise kostenlos benutzen können. Von daher waren die fünf Dollar Eintrittsgeld eine gute Gelegenheit sich zu revangieren. Wie immer wurden wir überaus freundlich begrüßt. Ich musste nur ein paar Worte fallen lassen, dass wir neu in der Gegend sind, schon wurden wir neugierig befragt, was wir hier tun und ob wir das Spiel kennen ...

Etwas merkwürdig wurde es nach dem Bezahlen. Wir wollten gerade zum Spielfeld gehen, als wir bemerkten, dass auch bei Highschoolgames eine Leibesvisitation aller Besucher durchgeführt wird. Wir mussten also wie am Flughafen alle Metallgegenstände ablegen, die angefangene Wasserflasche wegwerfen und die Taschen durchsuchen lassen.

Das Spiel an sich war ziemlich verwirrend. Dauernd haben die eine Pause gemacht, die Zeit wurde angehalten und die Spieler sind sonstwo rumgelaufen. Dann wurde kurz weitergespielt, was bedeutete, dass alle ineinander laufen. Wenn einer mal den Ball kriegte und damit flüchten konnte waren alle begeistert. Allerdings konnten wir nicht so viel sehen, da die Mannschaften nur einmal zu unserer Spielfeldseite kamen und ansonsten in der anderen Ecke festzukleben schienen. Deshalb beschlossen wir in der Halbzeit die Seiten zu wechseln. Als dann das kam, was ich für die Halbzeit hielt, war das Spiel in Wirklichkeit schon vorbei. Immerhin hat unser Highschoolteam gewonnen. Warum, weiß ich allerdings nicht!

Etwas merkwürdig wurde es nach dem Bezahlen. Wir wollten gerade zum Spielfeld gehen, als wir bemerkten, dass auch bei Highschoolgames eine Leibesvisitation aller Besucher durchgeführt wird. Wir mussten also wie am Flughafen alle Metallgegenstände ablegen, die angefangene Wasserflasche wegwerfen und die Taschen durchsuchen lassen.

Das Spiel an sich war ziemlich verwirrend. Dauernd haben die eine Pause gemacht, die Zeit wurde angehalten und die Spieler sind sonstwo rumgelaufen. Dann wurde kurz weitergespielt, was bedeutete, dass alle ineinander laufen. Wenn einer mal den Ball kriegte und damit flüchten konnte waren alle begeistert. Allerdings konnten wir nicht so viel sehen, da die Mannschaften nur einmal zu unserer Spielfeldseite kamen und ansonsten in der anderen Ecke festzukleben schienen. Deshalb beschlossen wir in der Halbzeit die Seiten zu wechseln. Als dann das kam, was ich für die Halbzeit hielt, war das Spiel in Wirklichkeit schon vorbei. Immerhin hat unser Highschoolteam gewonnen. Warum, weiß ich allerdings nicht!
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Tests, Tests, Tests
barrakuda, 20:53h
Hallo Zusammen,
bevor wir hier richtig losstarten können, haben wir eine Reihe von Kursen zu belegen. Diese wollen gar kein Ende nehmen. Heute hatten wir angenommen, den letzten zu besuchen, nun wurden uns noch weitere zwei Tage aufgebrummt.
Am Ende jedes Kurses steht ein Test an. D.h. wir haben 20 Prüfungen pro Woche. Puh ...
Einem anderen Test mussten wir uns überraschend gestern stellen. Alessandro und ich waren bei der Zulassungsstelle und wollten uns dort eigentlich nur registrieren und unsere Kennzeichen machen lassen. Dafür mussten wir schon mal vier Stunden warten. Dann teilte man uns mit, dass Ausländer einen Test machen müssen, damit sie sicher sind, dass wir die amerikanischen Verkehrszeichen etc. auch kennen. Da sind wir dann natürlich promt durchgefallen. Nach insgesamt sechs Stunden sind wir dann ohne irgendetwas wieder heimgefahren. Nächste Woche starten wir einen neuen Versuch.
Wer sich mal mit amerikanischen Verkehrsregeln befassen will, dem lege ich folgende Website ans Herz:
http://www.dmv.state.va.us/dmvweb/kats/sne_intro.asp
Ich habe aber auch schönes zu berichten. Da wir nicht jeden Tag Kurse haben, haben wir einiges an Freizeit, die wir nutzen, um uns ein wenig das Land anzusehen. So waren wir an einem Wochenende in der Küstenstadt Ocean City (zusammen mit zwei Ilex-Mädels aus Staatsburg). Letzte Woche haben Alessandro und ich sie dann besucht und sind mit ihnen dann am Freitag zu einer Geburtstagsparty von einer anderen Ilex-Stipendiatin nach Middleboro gefahren. Das ist 11 Stunden von Washington DC entfernt! Am Samstag waren wir dann in Massachussets am Strand und Sonntag gings zurück.
Insgesamt ein super Tripp. Es ist aber für uns immer sehr weit die anderen Fellows zu sehen. Deshalb möcht ich mich jetzt mehr hier in der Gegend umsehen.
Viele Grüße
Simon
bevor wir hier richtig losstarten können, haben wir eine Reihe von Kursen zu belegen. Diese wollen gar kein Ende nehmen. Heute hatten wir angenommen, den letzten zu besuchen, nun wurden uns noch weitere zwei Tage aufgebrummt.
Am Ende jedes Kurses steht ein Test an. D.h. wir haben 20 Prüfungen pro Woche. Puh ...
Einem anderen Test mussten wir uns überraschend gestern stellen. Alessandro und ich waren bei der Zulassungsstelle und wollten uns dort eigentlich nur registrieren und unsere Kennzeichen machen lassen. Dafür mussten wir schon mal vier Stunden warten. Dann teilte man uns mit, dass Ausländer einen Test machen müssen, damit sie sicher sind, dass wir die amerikanischen Verkehrszeichen etc. auch kennen. Da sind wir dann natürlich promt durchgefallen. Nach insgesamt sechs Stunden sind wir dann ohne irgendetwas wieder heimgefahren. Nächste Woche starten wir einen neuen Versuch.
Wer sich mal mit amerikanischen Verkehrsregeln befassen will, dem lege ich folgende Website ans Herz:
http://www.dmv.state.va.us/dmvweb/kats/sne_intro.asp
Ich habe aber auch schönes zu berichten. Da wir nicht jeden Tag Kurse haben, haben wir einiges an Freizeit, die wir nutzen, um uns ein wenig das Land anzusehen. So waren wir an einem Wochenende in der Küstenstadt Ocean City (zusammen mit zwei Ilex-Mädels aus Staatsburg). Letzte Woche haben Alessandro und ich sie dann besucht und sind mit ihnen dann am Freitag zu einer Geburtstagsparty von einer anderen Ilex-Stipendiatin nach Middleboro gefahren. Das ist 11 Stunden von Washington DC entfernt! Am Samstag waren wir dann in Massachussets am Strand und Sonntag gings zurück.
Insgesamt ein super Tripp. Es ist aber für uns immer sehr weit die anderen Fellows zu sehen. Deshalb möcht ich mich jetzt mehr hier in der Gegend umsehen.
Viele Grüße
Simon
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Smithsonian Air and Space Museum
barrakuda, 20:24h
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Rundmail vom 20. August 2009
barrakuda, 20:22h
Hallo Zusammen,
viele Grüße aus Washington. Ich bin hier gut angekommen. Wir haben hier ein ganzes Haus zu viert fuer uns (Adresse: 6231 North Dakota Street NW; Washington, DC 20011). Da wir die ersten Exchange Visitors sind, welche hier einziehen, war das Haus praktisch leer. Wir waren also diese Woche haupsaechlich mit Einrichten beschaeftigt. Einen Kabelanschluss haben wir auch beantragt. Dann haben wir hoffentlich bald Internet zu Hause. Bin im Moment hier am Firmenrechner. Facebook ist hier gesperrt. Also nicht wundern, warum ich die Nachrichten nicht beantworte.
Die Leute sind alle wahnsinnig nett und helfen uns bei der Einrichtung unseres Hauses. Wir haben auch einen Garten und ganz in der Naehe ein Schwimmbad, welches wir kostenlos nutzen duerfen.
Naechste Woche geht fuer uns hier die Arbeit los. Leider sind die Arbeitszeiten etwas unguenstig: 3 to 11 pm. Ich habe also den Vormittag frei. Bin mir noch nicht ganz im Klaren, was ich davon halten soll!?!
Sie wollen mich als Flowder einsetzen. D.h. ich springe irgendwo ein, wenn jemand krank wird. Das ist natuerlich nicht so schoen, wie eine feste Wohngruppe. Aber mal sehen ...
Deswegen musste ich mir auch ein Auto zulegen. Habe nun einen sieben Jahre alten silbernen Chevy Malibu. Relativ billig und gut, aber groooss ...
Die Stadt ist toll. Haben schon die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten besucht (Weisses Haus, Capitol, Washington, Jefferson und Lincoln Memorials etc.). Der Verkehr ist allerdings furchtbar. Genauso wie das Essen. Bisher wehren wir uns tapfer gegen Fastfood. Mal gucken, wie lange wir durchhalten ...
Viele Gruesse
Simon
viele Grüße aus Washington. Ich bin hier gut angekommen. Wir haben hier ein ganzes Haus zu viert fuer uns (Adresse: 6231 North Dakota Street NW; Washington, DC 20011). Da wir die ersten Exchange Visitors sind, welche hier einziehen, war das Haus praktisch leer. Wir waren also diese Woche haupsaechlich mit Einrichten beschaeftigt. Einen Kabelanschluss haben wir auch beantragt. Dann haben wir hoffentlich bald Internet zu Hause. Bin im Moment hier am Firmenrechner. Facebook ist hier gesperrt. Also nicht wundern, warum ich die Nachrichten nicht beantworte.
Die Leute sind alle wahnsinnig nett und helfen uns bei der Einrichtung unseres Hauses. Wir haben auch einen Garten und ganz in der Naehe ein Schwimmbad, welches wir kostenlos nutzen duerfen.
Naechste Woche geht fuer uns hier die Arbeit los. Leider sind die Arbeitszeiten etwas unguenstig: 3 to 11 pm. Ich habe also den Vormittag frei. Bin mir noch nicht ganz im Klaren, was ich davon halten soll!?!
Sie wollen mich als Flowder einsetzen. D.h. ich springe irgendwo ein, wenn jemand krank wird. Das ist natuerlich nicht so schoen, wie eine feste Wohngruppe. Aber mal sehen ...
Deswegen musste ich mir auch ein Auto zulegen. Habe nun einen sieben Jahre alten silbernen Chevy Malibu. Relativ billig und gut, aber groooss ...
Die Stadt ist toll. Haben schon die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten besucht (Weisses Haus, Capitol, Washington, Jefferson und Lincoln Memorials etc.). Der Verkehr ist allerdings furchtbar. Genauso wie das Essen. Bisher wehren wir uns tapfer gegen Fastfood. Mal gucken, wie lange wir durchhalten ...
Viele Gruesse
Simon
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Rundmail vom 4. August 2009
barrakuda, 20:19h
Hallo Zusammen,
viele Grüße aus den USA. Ich befinde mich während meiner Einführungswoche im Colby College in Waterville/Maine. Die Studenten sind in den Semesterferien und die Räume werden nun an Besuchergruppen wie uns vermietet.
Der Flug gestern war lange und langweilig. Einzig aufregend war das Umsteigen. Wir hatten in Ruhe Mittag gegessen und wollte nun in unseren Flieger, als wir feststellten, dass die Border Controll der Vereinigten Staaten noch vor dem Flug stattfand. Daher waren wir nun plötzlich sehr spät dran. Ich kam als letzter ins Flugzeug, dann wurden gleich die Türen geschlossen.
Am Flughafen in Boston haben gleich die ILEX Leute gewartet. Nachdem wir uns alle vorgestellt hatten ging es im Bus noch vier Stunden Richtung Norden zum College. Dort sind wir gleich schlafen gegangen.
Heute haben wir uns um Formalien gekümmert. Lauter Papiere unterschrieben, ein Bankkonto eröffnet etc. Am Nachmittag ging es zum Shopping. Dazu hat man uns vor einem Wal Mart abgesetzt, weil die natürlich dachten, dass wir sowas noch nie gesehen haben und davon ganz begeistert sind. Dabei war der nicht größer als der ehemalige in Sprendlingen. Nach einer Stunde wurden wir wieder abgeholt.
Die Leute sind alle sehr nett und ich bin sehr optimistisch, dass alles gut verlaufen wird. Am Freitag morgen fliegen wir nach Washington.
Nun würde ich ja gerne mit euch skypen oder chatten, aber ihr seid ja alle am schlafen ...
Bye,
Simon
viele Grüße aus den USA. Ich befinde mich während meiner Einführungswoche im Colby College in Waterville/Maine. Die Studenten sind in den Semesterferien und die Räume werden nun an Besuchergruppen wie uns vermietet.
Der Flug gestern war lange und langweilig. Einzig aufregend war das Umsteigen. Wir hatten in Ruhe Mittag gegessen und wollte nun in unseren Flieger, als wir feststellten, dass die Border Controll der Vereinigten Staaten noch vor dem Flug stattfand. Daher waren wir nun plötzlich sehr spät dran. Ich kam als letzter ins Flugzeug, dann wurden gleich die Türen geschlossen.
Am Flughafen in Boston haben gleich die ILEX Leute gewartet. Nachdem wir uns alle vorgestellt hatten ging es im Bus noch vier Stunden Richtung Norden zum College. Dort sind wir gleich schlafen gegangen.
Heute haben wir uns um Formalien gekümmert. Lauter Papiere unterschrieben, ein Bankkonto eröffnet etc. Am Nachmittag ging es zum Shopping. Dazu hat man uns vor einem Wal Mart abgesetzt, weil die natürlich dachten, dass wir sowas noch nie gesehen haben und davon ganz begeistert sind. Dabei war der nicht größer als der ehemalige in Sprendlingen. Nach einer Stunde wurden wir wieder abgeholt.
Die Leute sind alle sehr nett und ich bin sehr optimistisch, dass alles gut verlaufen wird. Am Freitag morgen fliegen wir nach Washington.
Nun würde ich ja gerne mit euch skypen oder chatten, aber ihr seid ja alle am schlafen ...
Bye,
Simon
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